Badeseen Berlin – Baden in den Kaulis

Der Habermannsee ist einer der schönsten Seen, die man in Berlin finden kann. In der Sonne glitzernde Sandstrände, sauberes Wasser, Bäume, die für ausreichend Schatten sorgen und große Liegewiesen, wenn man seinen Picknickkorb dabei hat, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. Oder doch? Toiletten gibt es keine.

Offiziell ist der See nicht zum Baden freigegeben!

Badeverbotsschilder sind keine aufgestellt und Kontrollen finden auch nicht statt, Rettungsringe am Strand  sind vorhanden, so scheint man dies gewollt zu tolerieren. Durch den See zieht sich mittig eine Insel, das seichte Wasser kann man von der nördlichen Seite des Ufers aus durchwaten und so auf die Insel gelangen. Das ist aber nicht erwünscht.

Durch teilweises Abbaggern der Landzunge hat man versucht das Betreten zu erschweren um den Wasservögeln darauf ihren Lebensraum zu erhalten. Leider war das recht Erfolglos, denn immer wieder waten Badelustige auf die Landzunge. Am Butzer See wird hauptsächlich Textil gebadet. Die Badeklientel unterscheidet sich etwas von einander. Auch hier gibt es große Liegewiesen mit wenig Müll und sauberes Wasser – was will man mehr. Am 13. Oktober 2010 berichtet „Welt Online“, dass es für die Errichtung der ersten Berliner Wasserskianlage und eines Naturfreibades am Kaulsdorfer Elsensee nur noch wenige Hindernisse zu geben scheint.

Wenn man kein Fan von überfüllten Strandbädern ist und das Urwüchsige liebt, ist man an den Kaulsdorfer Seen genau richtig. Selbst bei zehn Grad Wassertemperatur ist es möglich in den Kaulsdorfer Seen baden zugehen. Am 18.04.2009 stieg der Abhärtungs- und Tauchsportler Kurt Schettlinger zum Winterschwimmen in den Butzer See. Das Wasser war ihm schon fast zu warm. Er hatte 2001 in Radebeul die ersten Deutschen Meisterschaften im Winterschwimmen gewonnen.

Der Tagesspiegel Berlin berichtet am 5. Oktober 2010:

Senat setzt EU-Richtlinien zur Gewässerreinheit um. Wer trotzdem ins Wasser geht, riskiert ein Bußgeld. Aus Angst vor Bußgeldern aus Brüssel hat Berlin das Baden in zwölf Badeseen dauerhaft verboten, darunter sind die drei Kaulsdorfer Seen (Hellersdorf), Wer trotzdem badet und erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 35 Euro rechnen.

8 Gedanken zu „Badeseen Berlin – Baden in den Kaulis“

  1. Hallo Berliner Seen Liebhaber!

    Wir waren heuer das erste Mal auf Empfehlung am Kaulsdorfer See. Kann nur sagen es ist ein toller See zur Freizeitgestaltung allgemein. Mit der ganzen Familie kann man hier ausspannen, rumtoben und natürlich auch baden. Hier ist Natur noch Natur und nicht alles so kommerziell ausgeschlachtet. Der Kaulsdorfer See macht richtig Spaß!

  2. Ich finde es gar nicht gut, dass hier verdeckt zum Baden in den Kaulsdorfer Seen eingeladen wird. Das Badeverbot besteht nicht ohne Grund, denn der Schaden den die Tier- und Pflanzenwelt nimmt ist erheblich.
    Brütende Vögel verlassen ihre Gelege bei Lärm, Pflanzen werden platt getrampelt und die Exkremente der „Badefreunde“ verschmutzen das Areal.
    Das sieht der nicht-kommerzielle Seen Liebhaber nicht, dass er selbst die größte Verschmutzung ist.

  3. Hallo,

    ich finde es ebenfalls nicht gut, dass hier zum Baden eingeladen wird und die Seen als Badeseen dargestellt werden, was sie definitiv nicht sind. Es sind Angelgewässer, die vom DAV betreut werden. Was dann auch zur Folge hat, dass die Mitglieder des DAV sich um die Hege und Pflege mit kümmern und regelmäßig Einsätze machen, um unter anderem den dort liegengelassenen Dreck, der auch von den Badegästen dort liegen gelassen wird, zu beseitigen. Es ist nicht schön, dass man den Dreck anderer beseitigen darf. Weiterhin bezahlen die Angler Gebühren dafür, dass sie dort angeln dürfen und werden sehr oft darin gestört, dort zu angeln (wenn nicht gar daran gehindert). Denn die Badegäste nehmen sehr häufig keine Rücksicht darauf.

    Kerstin

  4. Wasserski Als beliebte Sportart auf dem Wasser, die mit einem rasanten Tempo erfolgt, gilt bereits seit dessen Erfindung der Wasserskilauf. Im Gegensatz zu großen natürlichen Gewässern, auf denen sich das Wasserskilaufen hervorragend umsetzen lässt, werden gegenwärtig umfangreiche Wasserskianlagen geschaffen. Diese ermöglichen innerhalb der Wasserskianlagen ein ungehindertes Fahrvergnügen und schonen die natürlichen Biotope.

  5. Ist das Baden da mit Hund erlaubt mit Schleppleine ? Würde ja mein hund nie ohne Leine da schwimmen lassen wegen die anderen Tiere und alleine schon zum Schutz der Menschen .Würde eh immer erst Abends mit meiner Hündin dahin gehen . Sie badet sehr gerne und wer möchte sein Tier nicht schönes anbieten .

  6. Habermannsee und Butzer See waren beide heute vollständig von brutzelnden Berlinern und Touristen bedeckt. Schätzungsweise hielten sich mehr als 3000 Leute heute an beiden Seen auf – zum Baden wohlgemerkt. Es gab kaum noch freie Plätze. Wenn ein Badeverbot existiert, aber es niemand durchsetzt, braucht man sich über die Badegäste bei dem heißen Wochenendwetter nicht zu wundern. Und wenn man in der Gegend für sie keine Alternativen schafft, erst recht nicht.

    1. Der Senat oder das Bürgeramt sollte endlich handeln … ein Verbot macht wirklich nur Sinn, wenn man den Marzahn/Hellersdorfer auch endlich ein Freibad hinstellt … ansonsten ist das für die Katz und die Umweltzerstörung geht weiter … aber mit Umweltzerstörung kennt sich der Bezirk ja gut aus … wenn man nur an die IGA2017 denkt mit der Zerstörung des Wuhletals!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.